Einladung: 31. Juli_ U-Berg Soliparty!

2010 Juli 22
by greeny
Einladung vom AK gegen den Kärntner Konsens:

Am Ulrichsberg treffen sich seit über 50 Jahren jährlich SS-Veteranen, Alt- und Neonazis, diverse Heimatverbände, Burschenschaften, sowie Politikprominenz aus Kärnten. Sie gedenken an die gefallenen Soldaten im 2. Weltkrieg, wobei nur den deutschen Opfern, dafür aber auch der Waffen-SS gedacht wird. Dank den massiven Protesten des “AK gegen den Kärntner Konsens” und der autonomen Antifa, fand das Treffen 2009 erstmals nicht statt, bzw. nur eine kleine Kranzniederlegung der FPÖ. 2010 jedoch wird wieder im vollen Umfang gefeiert. Auf den Berg gehen nur wenig Besucher, die großen Feierlichkeiten finden am Zollfeld statt.

Seit 2 Jahren läuft nun schon der Prozess gegen mehrere Aktivist_innen, die 2008 an der Demonstration gegen das Ulrichsbergtreffen teilnahmen. Vorgeworfen wird ihnen eine Barrikade am einzigen Weg zur Spitze gebaut zu haben. Die Beweisvideos und –fotos sind unbrauchbar, da kein Gesicht zu erkennen ist, also hat die Justiz kein einziges Beweismittel gegen die Angeklagten in der Hand. So wird versucht die Demonstrant_innen auf anderem Weg als schuldig darzustellen. Die Verhandlung wurde schon über 5 Mal vertagt, die Anwaltskosten schießen in die Höhe und immer wieder kommt die Staatsanwaltschaft mit neuen skurrilen „Beweisen“. Müsse man doch z.B. noch auf die Auswertung eines dubiosen amerikanischen Videos warten. Schön langsam wird klar, dass sich die Beweislage nicht verbessern wird, so hat bei der letzten Verhandlung der Richter „Diversion“ angeboten. Wenn die Angeklagten diese annehmen wird das Verfahren abgebrochen, sie dürfen zwei Jahre lang nichts anstellen und haben nur einen Betrag von 50€ zu bezahlen. Doch gelten sie dann als schuldig und jegliche politische Aktivität wird unterbunden.
Die meisten Angeklagten haben sich dem immensem juristischen Druck gebeugt und die Diversion angenommen, doch gibt es noch einige die den Prozess bis zum Ende ausfechten wollen. Wir wollen Solidarität mit allen zeigen, die mutig genug waren, ihre Meinung zu äußern, und gegen das faschistoide Ulrichsbergtreffen zu demonstrieren.
Es trifft einige, gemein sind wir alle!!

Deshalb organisiert der AK gegen den Kärntner Konsens eine Soliparty für die Anti-U-Berg Demonstrant_innen!!!

  • Ort: Celovec/Klagenfurt, Volxhaus – gegenüber vom Bahnhof
  • Datum:  31. Juli
  • 14Uhr: Spiele
  • 16Uhr: Demotraining
  • 19:30: Konzertbeginn
  • 24Uhr: Aftershowparty

Bands:

  • Gestörtes Gleichgewicht
  • Casper´s Chamber
  • die Kellerkinder
  • Drek u Pest

8. Mai_ Tag der Befreiung: RUSSEN_Disko

2010 Mai 2
by greeny

RUSSEN_Disko
mit DJ PUTIN DA REKORD (Russian Style Diskoteka / Kollektiv Fischka / Ostblog )

Samstag, 8.Mai um 21:00 im RAJ (Badgasse 7) in Klagenfurt/Celovec

65 Jahre Befreiung vom Nationalsozialismus, und wir wollen jene feiern, die Nazi _Deutschland besiegt  haben.  Deshalb Russen_ Disko als Erinnerung an die Held_innentaten und Leiden der sowjetischen Armee.  Wir wollen tanzen, weil es ohne alliierte Streitkräfte und Partisan_innen nichts mehr zum Tanzen gäbe. Wir feiern und gedenken aller, die gegen die Nazis gekämpft und gewonnen haben.

Kein Bier für Nazis! Faschismus trockenlegen! Für die Freiheit und das Leben!

8. Mai_ Tag der Befreiung: Demonstration in Klagenfurt/Celovec

2010 Mai 2

Aufruf zur Demonstration am 8. Mai 2010 in Klagenfurt/Celovec

Das Interregionale Forum der Europäischen Linken im Alpen-Adria-Raum, Mitgliedsparteien der Europäischen Linken, die Kärntner “Arbeitsgemeinschaft 8. Mai” sowie Organisationen, Gruppen und Personen, die sich der Plattform “8. Mai 2010″ anschließen, werden am 8. Mai 2010 in Klagenfurt/Celovec anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus eine breite antifaschistische Demonstration mit Teilnehmenden aus Österreich, Italien und Slowenien, sowie Gästen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern veranstalten. Die Demonstration wird mit der Enthüllung eines “Sieben-Tage-Denkmals der Zehntausend” abgeschlossen werden, als Erinnerung an die rund 10.000 Menschen – Widerstandskämpfer und Widerstandskämpferinnen, sowjetische Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen, Euthanasie-, Gestapo-Opfer, SlowenInnen, Juden und Jüdinnen, Zeugen Jehovas, Roma und Sinti, Deserteure, Homosexuelle, politisch Verfolgte und andere –, die in Kärnten durch den Nationalsozialismus ihr Leben verloren haben. Am Tag zuvor, d. h. am 7. Mai, findet eine ganztätige Beratung zum Thema “Politik des Erinnerns – Politik für heute” statt, bei dem nationale und internationale Aspekte der Erinnerungspolitik vor dem Hintergrund der tiefgreifenden sozialen Krise diskutiert und entsprechende weitere – Partei- und Staatsgrenzen überschreitende – Aktionsmöglichkeiten besprochen werden.

Vieles motiviert uns, diese Manifestation zu planen:

Das antifaschistische Erbe des europäischen Widerstandskampfes ist gefährdet. Es droht, zwischen weitgehender Gleichgültigkeit, stiller oder unverhohlener Einführung xenophober politischer Maßnahmen einerseits, sowie rechtsextremer, nationalistischer Politik andererseits, die fallweise bereits zum Bestandteil regierungsamtlicher Politik geworden ist, zerrieben zu werden. Dies ist auch der gemeinsame Nenner und das grundlegende Kennzeichen der Politik, die seit einigen Jahren in der Alpen-Adria-Region durchgesetzt wird, das heißt, im Rahmen der EU-Region, die unter neoliberalen Vorzeichen geformt werden soll. Rechte Regierungen und postfaschistische Parteien in den ehemaligen realsozialistischen Staaten bemühen sich – teilweise mit Erfolg –, die Kollaboration mit dem Nationalsozialismus und Faschismus von damals nachträglich zu legitimieren. Dabei werden sie durch die Tendenz europäischer revisionistischer Erinnerungspolitiken unterstützt, die sich schon lange damit abrackern, das NS-Verbrechen in einer allgemeinen Opfergeschichte des 20. Jahrhunderts aufgehen zu lassen. Der Faschismus der Gegenwart kommt zwar – in der Regel – nicht in historischen Kostümen daher, sondern in neuen Gewändern; dennoch ist in seinen Handlungen und Programmen unschwer dieselbe rassistische und sozialdemagogische Orientierung zu erkennen, die auch dem Nationalsozialismus Massenwirksamkeit verschafft hat. Auch damals wurde dies möglich, weil allgemeine wirtschaftliche Krise, Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit unter der Mehrheit der Bevölkerung sowie der Verfall der Werte der Solidarität auf ähnliche Weise miteinander verbunden waren wie heute.

Österreich gründet auf der Befreiung durch die Alliierten, auf dem Widerstandskampf und auf dem Staatsvertrag von 1955; das Verbot nationalsozialistischer und rassistischer Propaganda, der Ausschluss deutschnationaler Orientierung aus staatsrechtlicher Sicht, die Gewährleistung von Minderheitenrechten im Artikel 7 sind Ausdruck des verfassungsmäßigen antifaschistischen Auftrags, der als Ergebnis des Widerstands gegen den Nationalsozialismus festgeschrieben wurde. Diese Verfassungsrealität wird durch die politische Realität Österreichs konterkariert – unter anderem durch die rassistische Asylpolitik der Rechtsparteien und der Regierung, durch die minderheitenfeindliche Kärntner Landespolitik und durch die Tatsache, dass ein bekennender Deutschnationaler Parlamentspräsident eines Staates sein kann, der erst durch die Überwindung des Deutschnationalismus zum Staat werden konnte. Was auf europäischer Ebene in den letzten Jahren abläuft, ist in Kärnten seit Jahrzehnten der Standard rechter Landespolitik: die Umdeutung der Nazikollaboration zur “heimattreuen” Tätigkeit, zur angeblichen Verteidigung gegen die “Gewalt” der Widerstandsbewegung. In diesem ideologischen und erinnerungskulturellen Sumpf gedeiht der Kärntner Rechtsextremismus, die Verfassungskriminalität der Landesspitze. Hier zieht die Rechte ungeniert und unbehelligt Nutzen aus der krisenhaften Situation, indem sie rücksichtlose, neoliberalistische Privatisierung und Abzocke mit Sozialdemagogie, postfaschistischer Erinnerungspolitik, Rassismus und Deutschnationalismus verbindet – und auf diese Weise zur hegemonialen Kraft im Lande geworden ist.

Darum werden wir die Demonstration am 8. Mai 2010 in der Kärntner Landeshauptstadt durchführen: Gegen die Erhebung rechtsextremer Politik zu einer Variante “normaler” Politik, gegen die Anpassungsbereitschaft der Koalitionspolitiker und -politikerinnen, sowie für den respektvollen Umgang mit dem europäischen und österreichischen antifaschistischen Erbe; für die Wende zu sozialer Politik, die Minderheitenrechte, Kultur und Menschenrechte stärkt. Wir rufen alle antifaschistisch und sozial orientierten Personen, Organisationen und Parteien auf, die Beratung und die Demonstration zu unterstützen, sich in die Vorbereitungen einzubringen und sich daran zu beteiligen. Wir, die OrganisatorInnen der Beratung und der Demonstration, stimmen grundsätzlich mit dieser allgemeinen Schilderung der aktuellen historischen Situation überein. Darum wird es uns nicht schwerfallen, gemeinsame Forderungen zu entwickeln, die an das EU-Parlament, an die österreichische Bundesregierung sowie an die Regierungen in der Region Alpe-Adria gerichtet werden.
Arbeitsgemeinschaft 8. Mai 2010 Kärnten/Koroška

  • Was?
    DEMONSTRATIONzum 65. Jahrestag der Befreiung vom NationalsozialismusSamstag, 8. Mai 2010
  • Wann?
    8. Mai, 15:00 Uhr
  • Wo?
    vor dem Klagenfurter Hauptbahnhof
    (Abschlusskundgebung am Neuen Platz)
  • Wofür?
    Liste der Forderungen

Wochenendseminar zur Kritik des bürgerlichen Sexismus

2010 April 25
by greeny
Einladung vom Autonomen Jugendzentrum Spittal und Junge Linke:

3-Tagesseminar zu Liebe, Sex und Lohnarbeit – Sexismus und Sexualität unter bürgerlich-kapitalistischen Verhältnissen vom 11. – 13. Juni 2010

Wollen Menschen Kinder bekommen oder nicht bekommen, so ist ein Bezug auf ihre geschlechtsspezifischen biologischen Eigenschaften notwendig. Sexualität dagegen ist eine spezifisch gesellschaftlich geprägte Sache. Und um letztere soll es auf unserem Seminar gehen: Um die Sexualität in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft, um Ehe, Haushalt, Lohnarbeit, Affären, das Strafgesetzbuch und wie um diesen ganzen Bereich eine geschweifte Klammer gesetzt ist, welche sie zur “Sexualität” zusammenfasst. Eine Sphäre, in der das bürgerliche Individuum eine Identität sucht und vielleicht findet, in der Autonomie und Freiheit staatlich garantiert und reglementiert werden und der trotz rasanten Wandels immer noch eine Aura des Ursprünglich-Natürlichen anhaftet – und deren Praxis sich auch in ihren liberalsten Formen sexistisch reproduziert. Wer mit uns darüber diskutieren möchte, wie kapitalistische Produktionsbedingungen und Sexismus verknüpft sind, ob Heterosexuell-Monogame die herrschenden Verhältnisse affirmieren oder ob eine kritische Sexualität möglich ist, soll sich anmelden.

Das Seminar findet am Fr. von 19-22 Uhr, am Samstag von 14-21 Uhr und am Sonntag von 12-17 Uhr im Autonome Juze Spittal statt.

Anmeldung über info@gaj-spittal.at möglich.

Einladung: U-Berg Soliparty

2010 Februar 12
by greeny
Einladung vom AK gegen den Kärntner Konsens:

Während der antifaschistischen Aktionstage gegen das Nazi-Großevent am Klagenfurter Ulrichsberg bekamen AntifaschistInnen immer wieder die Willkür der Kärntner Behörden zu spüren. Festnahmen und komplett überzogene Strafen, Gerichtsprozesse und Verurteilungen: Es war so einiges, das sich Polizei uns Justiz einfallen ließen, um die Proteste mittels Repression zu ersticken. Gelingen wird das natürlich nicht, denn Solidarität war schon immer die beste Waffe gegen Polizeiterror.
Kommt also zur Soli-Party gegen die U-Berg-Repression! Die eingenommene Kohle kommt den angeklagten AktivistInnen zugute, damit Anwalts und Prozesskosten und allfällige Strafen gezahlt werden können. Und damit auch 2010 den U-Berg Nazis kräftig Stress gemacht werden kann.

PolitKinoBeisl: Zwangsprostitution

2010 Januar 6
Einladung der Grünalternativen Jugend Klagenfurt/Celovec

Das Geschäft mit der Vermarktung des weiblichen Körpers boomt wie nie zuvor. Die Sexindustrie floriert durch die kapitalistische Entwicklung, die Entwicklung von Transport und Kommunikation. Frauen und Mädchen werden weltweit auf verschiedenen Handelsrouten verschoben, die Kunden der Prostitution global beliefert. Frauenhandel ist eine modernen Form der Sklaverei, die in ihren Dimensionen den historischen Sklavenhandel übertrifft – die Strukturen der Ausbeutung sind aber heute nicht mehr auf den einzelnen Staat bezogen, sondern global im Zusammenhang zu sehen. Zwangsprostitution ist nur die Spitze des Eisbergs des Frauenhandels – ein Markt dessen Ausmaße großteils im Dunkeln liegen.

Die sexuelle Ausbeutung von Frauen durch Männer ist Teil des kapitalistischen Systems, da es Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern und schwer zu verändernde Identifikationsmodelle von Männlichkeit und Weiblichkeit, die historisch bedingt sind, weiterführt und zulässt, dass der weibliche Körper zur Ware gemacht wird. Diese konstruierten Machtverhältnisse verbinden sich auf fatale Weise mit den ökonomischen Zwängen, von denen Frauen betroffen sind.

Das PolitKinoBeisl findet monatlich statt. Wir zeigen einen Film und es gibt anschließend eine Disskusion. Eintritt frei!!!

Diese Woche (8.1.): Wir zeigen 2 Filme zum Thema Zwangsprostitution

Die Helfer und die Frauen [2003]

„Trafficking“ ist eine Form von Menschenhandel, die in jüngster Zeit besonders in Südosteuropa dramatisch zunimmt. Die gewaltsame Verschleppung von Frauen und Mädchen oder ihre Anwerbung unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, um sie als Arbeitssklavinnen zur Prostitution zu zwingen, ist in Bosnien-Herzegowina und besonders im Kosovo inzwischen zu einer Schattenwirtschaft geworden. Dies ist eine der Auswirkungen der von der NATO dort mitgeführten Kriege sowie der Präsenz internationaler Truppen und Hilfsorganisationen. In diesem Film werden die Strukturen und Zusammenhänge von Trafficking aufgezeigt.

Geh mir mir [2006]

Der Film ist eine Mischung aus dokumentierten Einzelschicksalen und fiktionaler Innenschau in das Leiden einer zwangsprostituierten Frau.
Im ersten Teil des Films werden die perfiden Strukturen des Organisierten Verbrechens aufgezeigt, auf denen Frauenhandel basiert. Es werden in einer auseinanderklaffenden Wort-Bild-Sprache nüchtern und doch berührend vier Einzelschicksale geschildert – sie stammen allesamt aus den Akten von Menschenhandels-Prozessen. Der zweite Teil des Films ist in vielfältiger Weise künstlerisch überformt: hier wird der Leidensweg einer jungen Frau ganz aus ihrer Perspektive heraus dargestellt. Die Regisseurin Marion Pfeifer hat mit dem Film einen neuen Weg der Aufklärung über Menschenhandel beschritten, einen beeindruckenden und bedrückenden

  • Freitag, 8.1.2010
  • 19:00  (Diskussion und Volxküche im Anschluss)
  • Bahnhofsstr. 34, GAJ Büro, Klagenfurt

GAJ-Spittal Geburtstagsparty

2009 Dezember 29
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by greeny

Hallo Leute,

die GAJ-Spittal feiert ihren ersten Geburtstag, und zwar mit einer Party in gemütlichem Kreise incl. Jahresrückblick und Ausblick auf das zweite Jahr.

Ihr seid herzlich eingeladen und wir würden uns freuen euch dort zu treffen! ;)

  • Wann: Dienstag, 5. Jänner, ab 18:00 Uhr
  • Wo: Garage, Glashaus Spittal, Hauptplatz 12

Facebook-Event: http://www.facebook.com/event.php?eid=238756678544

PolitKinoBeisl: White Terror

2009 November 19
Einladung der Grünalternativen Jugend Klagenfurt/Celovec

Am 7. Nov. störten vier Neo-Nazis ein privates Konzert im Volxhaus mit “Sieg Heil”-Rufen. Eine halbe Stunde später lauerten sie dem Sänger vor dem Volxhaus auf und verprügelten diesen sowie zwei seiner Bekannten. Die amtsbekannten Nazis konnten fliehen. Von der Polizei werden Verdächtige einvernommen.

Kärnten ist europaweit für den nachlässigen Umgang mit rechtsextremen Ideologien bekannt (Ulrichsberg, Ustasatreffen…). Tatsache ist, dass nach dem 2. Weltkrieg Österreich in die Opferrolle schlüpfte, und so die Nazivergangenheit nur mangelhaft aufarbeitete und somit in Kärnten die rechtsextreme Szene nährte. Die Neonazi-Szene vertritt das nationalsozialistische Gedankengutund ist geprägt durch Antisemitismus, Homophobie, Nationalismus, Rassismus sowie die Verehrung der weißen, “arischen” Rasse und das Bestreben diese “rein” zu halten.

Das PolitKinoBeisl findet monatlich statt. Wir zeigen einen Film und es gibt anschließend eine Disskusion. Eintritt frei!!!

Diese Woche (20.11.): Wir zeigen den Film White Terror [2005]

Regie und Drehbuch: Daniel Schweizer

White Terror gewährt einen bis dato einmaligen und ungeschönten Blick in die global vernetzte Welt der Neonazis, Rassisten und deren bewaffnete Untergrundorganisationen bis hin zu den sich nach außen als gemäßigt gebenden Parteien! Während der Dreharbeiten zu seinem letzten Film „ Skinhead Attitude“ gelangt Regisseur Daniel Schweizer an Aufnahmen der im Neonazi- Untergrund vertriebenen „Kriegsberichter Videos“! Diese offen rassistisch und bewusst auf ein jugendliches Zielpublikum ausgerichteten Machwerke waren Anlass für seinen neuesten Film. Schweizer gelingt es auf seiner Reise von Skandinavien, Deutschland, USA, bis nach Russland die Drahtzieher dieses Netzwerkes zu filmen und portraitiert die menschenverachtende Weltanschauung und ihren Kampf für die „arische weiße Rasse“. Private Einblicke in Organisationen wie „Blood & Honour“, Geheimtreffen führender Ideologen, rechtsradikale Skinhead Musik und deren Vertriebswege, Straßenschlachten mit dem politischen Gegner und faschistische Aufmärsche bis hin zu offenem Mord aus Rassismus!

Freitag, 20.11.09
19:00
Bahnhofsstr. 34, Grünes Büro, Klagenfurt

Veranstaltungstipp: Stermann & Grissemann

2009 November 7
by greeny

Nach dem „You Tube“- Wunder, durch das sie in die Top 6 (Platz 6) der deutschsprachigen Internet-Komiker vorstießen, einem Gastauftritt im neuen David Lynch Film und einer gemeinsamen Doktorarbeit zum Thema “Alfred Dorfer – unser Chefboss ist der beste Kabarettist der Welt“.  Humoruntersuchung anhand der ORF-Show „Dorfer Donnerstag“, melden sich die Ausnahmekünstler endlich auf der Bühne zurück. Genre sprengend und neue Maßstäbe setzend. „It`s good.“ (D.Lynch)

Seit einem Schnupperkurs in der Lee Strassberg Actors School in New York sind Dirk Stermann und Christoph Grissemann schauspielerisch gefestigt. Sie können sich jetzt in verschiedene „Rollen“ hineinversetzen (König, Alter Mann, Thekenkraft). Wie alle guten Schauspieler (Brad Pitt, Uwe Ochsenknecht) beklagen sie aber das Fehlen guter Drehbücher (Citizen Kane, Schreck 2, Immer nie am Meer). Also haben sie unter der Sonne Kaliforniens selber eins geschrieben und daraus ein faszinierendes und komisches Bühnenstück gemacht: „Die Deutsche Kochschau“!

Nach einer umjubelten Clubtour (Sylt, Chicago, Bonn) ist sich die Presse einig:

  • „Gut!“ (Sylter Rundschau)
  • „Good!“ (Chicago Tribune)
  • “Gut!” (Bonner Rundschau)

Stermann & Grissemann – Die deutsche Kochschau

Freitag, 13. Nov 2009, 20:00
Stadtsaal Spittal/Drau

Veranstaltungstipp: Wilde Minze

2009 November 5

Dokumentarfilm mit der Zeitzeugin und Widerstandskämpferin Helga Emperger

Wilde Minze“ erzählt die Geschichte einer Mutter-Tochterbeziehung über den Tod hinaus. Die Geschichte von starken, mutigen, kämpferischen Frauen. Von PartisanInnen und Deserteuren. Vom Überleben und Weiterleben. Von der Vergangenheit in der Gegenwart und den langlebigen Folgen des Nazi-Terrors.
Mit der berührenden, 85-minütigen Dokumentarfilmerzählung Helga Empergers legen die Filmemacherin Jenny Gand und die Historikerin Lisa Rettl sowohl ein zeitgeschichtlich als auch aktuell politisch höchst relevantes Dokument vor: Am 7. Oktober 2009 wurde im Justizausschuss nach jahrelangem Ringen um die Rehabilitierung von Deserteuren ein diesbezüglicher Gesetzesantrag angenommen, wonach nun sämtliche Urteile des Volksgerichtshofs, der Sonder- und Standgerichte sowie der so genannten Erbgesundheitsgerichte pauschal aufgehoben werden. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes werden 64 Jahre nach Kriegsende die Opfer der NS-Unrechtsjustiz offiziell rehabilitiert. Damit rückt „Wilde Minze“ diese lange marginalisierte Opfergruppe in einer sehr persönlichen, biografischen Erzählung in den Mittelpunkt des aktuellen politischen Geschehens. Gleichzeitig schließt der Film auch an den gedenkpolitischen Kontext des heurigen Herbstes anlässlich des 70. Jahrestages von Kriegsbeginn an: Während dabei der Schwerpunkt vor allem auf den Schicksalen von Deserteuren – und damit vor allem auf männlichen Biografien – lag, gibt „Wilde Minze“ weiblichen Erfahrungen eine Stimme und rückt jene Frauen in den Vordergrund, die durch ihre Unterstützung von Deserteuren und anderen Widerstandsaktivitäten selbst Opfer einer gnadenlosen Unrechtsjustiz wurden. Quasi en passant wird dabei ein Stück Regionalgeschichte Kärntens beleuchtet, das in der bisherigen zeitgeschichtlichen Forschung noch kaum zum Thema gemacht wurde.

PREMIERE

  • WANN: Fr., 6. November 2009, 18 Uhr
  • WO: Filmstudio Villach (im Stadtkino Villach)
    Rathausplatz 1
    9500 Villach
  • Veranstalter: Filmstudio Villach in Kooperation mit der Stadt Villach

Um Voranmeldung und Kartenreservierung für die Premiere wird gebeten unter:
04242 / 27000 (täglich ab 17:45)

Weitere Abendvorstellungen:

  • 7./8. November: 18:30 Uhr
  • 9./10. November: 18:15 Uhr
  • 11./12. November 20:35 Uhr

Für den Kinobesuch von Schulklassen werden eigens Vormittagsvorstellungen eingerichtet, diese können flexibel gebucht werden.
Kontakt: 04242 / 21 46 06 (Filmstudio Villach, www.filmstudiovillach.at)

Nähere Infos zu „Wilde Minze“ unter www.wildeminze.at